Deutschland im Herbst[BRD 1978, R.W. Fassbinder u.a.]
[› Buch S. 134 & 135]
Der kurze Ausschnitt zeigt den Übergang zwischen den Episoden von Rainer Werner Fassbinder und Alexander Kluge: Assoziative Bildketten, musikalisch untermalt mit der Deutschlandhymne, leiten von Fassbinders Demokratie-Debatte über zu Kluges orientierungsloser Geschichtslehrerin. Der Übergang demonstriert die stilistische Vielfalt von Deutschland im Herbst und verdeutlicht zugleich, wie es den Autoren gelingt, über das Mittel der Montage und den Einsatz von Leitmotiven Analogien zwischen den einzelnen Beiträgen herzustellen und politisch Stellung zu beziehen.
Die Sequenzen dieses zweiten Ausschnitts veranschaulichen die Intertextualität und das für Deutschland im Herbst typische Spiel mit den Grenzen zwischen Fiktion und Nichtfiktion: In der ersten Sequenz werden dokumentarische Aufnahmen des Parteitags der SPD 1977 mit der fiktionalen Figur der Geschichtslehrerin Gabi Teichert vermischt, und in der zweiten Sequenz ist es die doppelte filmische Handlung, "der Film im Film", der Volker Schlöndorffs und Heinrich Bölls Episode in eine kulturpolitische Satire verwandelt.


















